Donnerstag, 20. Dezember 2012

Adoptions-Gelüste oder nur Futter für die Medien?
Mini-Merkel-Fanclub mit Tokio-Bill und Piraten-Julia

Mit solchen Fans kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen

Sind der frisierte Tokiot Bill Kaulitz und das selbsternannte Politik-Shootingsternchen Julia Probst heimliche Kinder der bundesrepublikanischen Frontfrau und Kanzlerin Angela Merkel? Oder wollen sie nur von der Mutter der Nation adoptiert werden? Es darf spekuliert werden. Eines scheint jedenfalls mehr als wahrscheinlich: Der geschniegelte Bill von Tokio Hotel und die auch in angedrohten (oder versprochenen) Öffentlichkeitsarbeit-Abstinenzen allgegenwärtige Möchtegern-Bundestagsabgeordnete Julia Probst, die schon ein knappes Jahr vor der Bundestagswahl in Interviews darüber nachdenkt, ob sie ihr Mandat nicht doch lieber zurück gibt, scheinen so eine Art Geschwister zu sein - zumindest sind sie Brüderchen und Schwesterchen im Geiste.

Fast zeitgleich schwärmten der wie immer perfekt geschminkte Kaulitz und die noch hart an ihrer Selbstdarsteller-Karriere arbeitende Jung-Piratin Probst von niemand geringerem als der derzeitig immer noch regierenden Angela Merkel. Dem Sänger vermittelt sie "das Mama-Syndrom", bei der er das Gefühl habe, "in guten Händen zu sein".

Die sonst eher an den Lippen des Fussball-Schwaben Jogi Löw hängende Halbsatz-Lippenleserin Probst schwärmte bei einem Interview mit einem Berliner Mini-Lokalsender gebärdenreich davon, wie die Bundeskanzlerin sie in den Arm genommen habe und sich in dieser Quasi-Mutter-Tochter-Pose habe ablichten lassen. Das hautnahe Merkel-Meeting gehört zu den Lieblings-Anekdötchen der Probst; sie gibt sie bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zum Besten - nicht ohne sich immer wieder bitterlich darüber zu beklagen, dass sie das Foto mit der Merkel immer noch nicht in ihre mediale Trophäenschau habe einreihen könne. Das klingt nach einem ersten kleinen Mutter-Tochter-Konflikt - aber das gehört wohl auch zu so einem innigen Verhältnis.

Probst-Karriere-Beobachter denken allerdings schon darüber nach, ob die Probst nicht bereits in kluger Vorausschau auf einen Wechsel in die Merkel-Partei schielt - vielleicht als Behinderten-Beauftragte in einer großen Koalition demnächst?

Das wäre als Piratin kaum möglich. Als solche machte sie sich in ihrem jüngsten Interview aber schon mal Gedanken darüber, dass sie durchaus bereit sei, demnächst die Regierungsgeschäfte als weiblicher Superman der Behinderten in einer ganz bunten Koalition mit zu übernehmen. Wenn die Sozialdemokraten endlich umdenken würden in Sachen Vorratsdatenspeicherung sei sie jedenfalls durchaus bereit zu einer Koalition mit der SPD.

Vielleicht ergänzt sie aber doch lieber gemeinsam mit ihrem Bruder im Geiste und Merkel-Mitschwärmer Bill Kaulitz die DSDS-Jury. Als Mini-Merkel-Fanclub haben die beiden sich ja bereits gefunden. Seite an Seite mit Bill am Tisch mit dem Pöbel-Bohlen müsste sie an ihrer Frisur dann allerdings noch arbeiten.

Norbert Jos Maas

Sonntag, 21. Oktober 2012

Still und schrecklich rumliegen auf dem Seziertisch
Dungeon sucht verzweifelt Ersatz-Pestleiche für Halloween

Chronisch Kranke und übelst Behinderte haben gerade gute Chancen auf einen aufregenden keinen Nebenjob: Wenn sie sich gerade ohnehin ausgesprochen mies fühlen und sich ein wenig ausruhen wollen, wären sie geradezu prädestiniert für das Stellenangebot der Hamburger Dungeons: Das Gruselkabinett der besonderen Art sucht nämlich gerade eine Pestleiche - als Krankheitsvertretung zu Halloween. Parkinson-Patienten mit Tremor und heftig gebärdende Gehörlose dürfen sich allerdings nicht bewerben.

Die Qualifikationen, die die Pestleichen-Vertretung mitbringen sollte, sind nicht sonderlich hoch und an sich leicht zu erfüllen: Leute erschrecken sollte die Leiche auf Zeit können, wenig (oder zumindest flach) atmen - und möglich reglos herumliegen. Blogger Jos und seine zappelnden Mit-Parkinson-Betroffenen würden an der letzteren Bedingung allerdings wohl scheitern: Eine Pestleiche mit Tremor auf dem Seziertisch - das gehört sich einfach nicht. Dieser grauselige Tisch in der Pest- und Halloween-Show des Hamburger Dungeons ist nämlich der Arbeitsplatz des Pestopfers am 31. Oktober, dem Halloween-Fest.

Geboten werden ein "Arbeitsplatz, der abgeht wie die Pest, schreckliche Kollegen sowie düstere und feuchte Keller", hieß es in der Ausschreibung für den Job.

Die Ersatzleiche bekommt freien Eintritt in Attraktionen der Merlin-Gruppe, die das Hamburg Dungeon betreibt.

Auf eine Vertragsverlängerung können die Bewerber allerdings nicht hoffen, Gesucht wird lediglich eine kurzfristige Vertretung der hauseigenen Pestleiche: Die Pest-Puppe Johan ist nämlich auf Schönheitskur und wird zur Zeit restauriert.

jos

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Australische Behörde kam mit dem Körper der Frau nicht klar
Nieren in den Eierstöcken, Lunge im Magen

2.000 dieser leicht verwirrenden Plakate waren in Australien gedruckt worden bis jemand merkte, dass da einiges nicht so ganz stimmte
Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk. Und der Körper der Frau wirkt auf manche Zeitgenossen ausgesprochen verwirrend. Das kann dann schon mal zu dieser oder jener Verwechslung führen. Auch Behörden reagieren da zuweilen unerwartet menschlich. Zumindest der australische Minister für die Gesundheit der Aborigines, der Ureinwohner des Kontinents, ein gewisser Warren Snowdon, hat da offenbar so seine Probleme, wenn es um die holde Weiblichkeit geht. Er musste jetzt ein "Aufklärungsposter" über die Verteilung der Organe im weiblichen Körper zurückziehen. Da stimmte nämlich so einiges nicht.

Die Nieren hatten die behördlichen Aufklärer auf den Plakaten, die an Aborigines-Gesundheitszentren verteilt wurden, in die Eierstöcke verlegt - waruum auch immer. Und die normalen zwei Lungenflügel waren ihnen wohl auch nicht genugf: Eine zusätzliche Lunge wurde im Magen des weiblichen Körpers untergebracht - kein Wunder, wenn es da zuweilen zu Blähungen kommt. Und nur eine Bauspeicheldrüse? Es wäre doch praktisch, wenn so ein gestandenes Frauenzimmer zwei von diesen praktischen Dingern hätte - wenn die eine mal nicht so will wie sie soll.

Übrigens hatte die Behörde schon 2.000 der anatomisch nicht wirklich korrekten Poster an die Aborigines-Gesundheitszentren geschickt. Ob man nun dort auf die Suche nach den Eierstocknieren, den zweiten Pankreas oder die Magen-Lunge fündig geworden ist, wurde bislang nicht gemeldet. Die Empörung bei der australischen Opposition ist  allerdings groß, wie der Fernsehsender ABC meldete. Der Verantworliche für den Unsinn, Aborigine-HGesundheitsminsiter Warren Snowdon, gibt sich jetzt zerknischt. Er gab kleinlaut zu: "Die Poster hätten nie rausgehen dürfen", so sein Kommentar.

jos

Donnerstag, 27. September 2012

Die Poltergeister sind auch nicht mehr das, was sie mal waren
"Titanic" wird vom Presserat gerügt -
chronischLEBEN immer noch nicht

Wartet auf den Presserat: chronischLEBEN-Blogger Norbert Jos Maas
Da war doch noch was? Gerade lese ich, dass das Satire-Magazin "Titanic" seine schier geniale PR-Kampagne rund um die undichten Stellen im Vatikan mit einem Glanzlicht krönte: Die Frankfurter Satiriker schafften es, vom Deutschen Presserat mit einer öffentlichen Rüge geadelt zu werden, nachdem der Vatikan juristisch schmählich gescheitert war. Diesen sehr schönen Werbe-Coup schafften die Titanic-Leute mit ihrem ganz netten, aber an sich eher harmlosen Titel-Witzchen, das den alten Mann Ratzinger eher menschelnd mit nicht ganz korrekter Kutte zeigt.

Was das mit mir, dem chronischLEBEN-Blogger Norbert Jos Maas zu tun hat?

Ganz einfach: Ich wurde quittegelb vor Neid, als ich vorhin die Jubel-Meldung entdeckte, die den Frankfurter Satire-Titanen mit Sicherheit eine weitere grundsolide Auflagen-Rakete bescheren wird. Der Titanic-Papst-Titel ist gerade mal ein paar Wochen alt - und schwupps wird ihm schon die verkaufsfördernde Ehre einer Presserats-Rüge zuteil.

Und ich?

Ich warte nun schon mehr als ein halbes Jahr lang auf ein vernichtendes Schreiben der ziemlich zahnlosen Ethik-Tiger aus der Fritschestraße im schönen Berlin. Ohne mich mit der Titanic vergleichen zu wollen, würde auch dem Blog chronischLEBEN so eine kleine öffentliche Presseratsrüge einen ordentlichen Aufmerksamkeitsschubs geben.

Wie ich auf die hirnrissige größenwahnsinnige Idee komme, der Presserat würde sich mit unserem kleinen, aber frechen Blog beschäftigen? Nun, im Februar diesen Jahres hat mir das der Poltergeist der Parkinsonszene sozusagen fest in die Hand versprochen. In mehreren richtig schön altmodischen Briefen hatte mir damals ein gewisser Robert K. (aus dem ALLgäu!) angekündigt, seine Beschwerde über das unbotmäßige Blog chronischLEBEN und seinen ebensolchen Herausgeber sei bereits unterwegs zum Deutschen Presserat, und ich würde dann schon sehen, was geschehe. (Ich habe die bemerkenswerten Schreiben als Zeugnisse mentaler Charakterstärke und Beharrlichkeit sorgfältig in einem Schatzkästlein aufbewahrt und hole sie ab und zu hervor, wenn ich keine Lust habe, zum Lachen in den Keller zu gehen).

Tja, und jetzt warte ich und warte und warte. Woche für Woche. Monat für Monat.

Und was passiert? Nix. Nehmen die Presserätinnen und -räte den ALLgäuer Beschwerdeführer etwa nicht ernst? Das würde ich den Berliner Wächtern des journalistischen Anstands und der guten Medien-Sitten nicht raten. Mit dem Robert K. Ist nämlich ganz schlecht Kirschen essen. Bitte, bitte, tut ihm (und auch mir armen kleinen Blogger) doch den Gefällen: Auf eine kleine Rüge mehr oder weniger kommt es doch nicht an.

Solltet ihr euch nicht einsichtig zeigen, liebe Journaille-Richter, sagt hinterher nicht, ich hätte du h nicht gewant. Der ALLgäu-Robert bringt es fertig und beschwert sich über euch. Nur: Bei wem? Gibt es einen Ober-Presserat? Keine Ahnung. Kleiner Tipp für Robert K., der wahrscheinlich genau wie ich seit einem guten halben Jahr auf Post mit dem Vollzugsbescheid der Berliner Räte und meine öffentliche Hinrichtung wartet: Beschwer dich doch zur Abwechslung mal über den Presserat - vielleicht beim Papst (oder der Titanic) - aber vergiss dabei bitte bitte nicht, das kleine freche Blog chronischLEBEN zu erwähnen. ich kann"s gebrauchen.

Ungeduldige Grüße
dein Jos

Montag, 24. September 2012

Das Kataströphchen des Tages: Julchens Dirndl blieb im Schrank
Gehörloses Bü-Wa- Piraten- Starlet musste verschnupft
auf VIP-Damen-Wiesn mit anderen B-Promis verzichten


Zitat des Tages

"Anstatt im Dirndl unterwegs zu sein auf die Damenwiesn von Regine Sixt liege ich mit der nervigsten Erkältung ever im Bett. :-( "

Die gehörlose Bayerin Julia Probst, die nach wenigen Wochen Piratentum den aussichtsreichen  Listenplatz 3 in Ba-Wü zur Bundestag 2013 geentert hat,  heute in Twitter



Probst, die es immer wieder gern liest (und genüsslich zitiert), wenn die Magazine sie an den Lippen von Jogi Löw rumhängen lassen, und die leidenschaftlich, wenn auch ein wenig wahllos Promis sammelt - aber am liebsten stramme Fußballer -, hat wirklich was verpasst

oktoberfest-live.de schlagzeilte heute :

Männer verboten - Frauen und Pudel erlaubt

Das wäre doch was für die medien-enthusiasmierte Julia gewesen, die sich auf jedes Foto mit Promis drängt, die ihr nicht schnell genug entkommen - und sei's mit der Frau Murkel. WEas für ein Ereignis nein, ein veritables Event - und das ohne Julia Probst!

Die Gastgeberin der Ohne-Julia-Damen-Wiesn, die Nobel-Sozial-Gattin des Mietwagen-Tycoons Sixt brachte es bei der Begrüßung ihrer Damen Wiesn heute im Hippodrom auf den Punkt: "Was ich hier vor mir sehe“, rief La Sixt ins Publikum, „ist ein weiblicher Super-­Organismus!" Ob die redegewaltige B-Prominente wirklich "Organismus" meinte, ist nicht bekannt.

Wie auch immer: Wem hätte Super-Shooting-Starlet Julia sich da nicht alles für ihr VIP-Album aufs Foto der Haus-und Hofberichterstatter drängen können: Die wirklich und wahrhaftige Lilly Becker ist ihr entgangen, und Poths Verena gleich mit.

Das herzige Uscherl Glas war da, und sogar die echte Gräfin von Pfuel (die aus der Kaffeewerbung). Und die Einst-Edel-Punkerin und jetzt frömmelnde Gloria von Thurn und Taxis dirigierte als internationale Super-Netzwerk-Jetset-Lady die Oktoberfestband Simmisamma: Ohne Julia Probst, die mit einem widerborstigen Schnupfen das heimische Neu-Ulmer Bettchen hüten musste.

Ein Trost fürs Julchen: Stramme Fußballer hat sie nicht verpasst: Die durften ja nicht mitmachen bei der Sixt'inischen Madonna auf der Damen-Wiesn im Hippodrom. Wie gesagt, da waren nur Frauen und Pudel erlaubt. Aber andererseitsa gut für die Twitter-Welt: Blieben uns doch einige weitere Probst-Sexismen erspart (die im vice-versa-Fall uns Kerlen zu Recht richtig fiesen Ärger eingebracht hätten).

Aber nix für ungut. Gute Besserung, kleine Julia

wünscht der Jos

und 2013 klappts dann auch bestimmt mit den den anderen VIP-Mädels - aber nur, wenn du den armen Piraten nicht den Einzug in den Bundestag mit versaut hast.


Sonntag, 2. September 2012

Neu-Piratin und Bundestagsbewerberin Juölia Probst
BuRe-Beutel mit meiner Schmutzwäsche

Aus der Rubrik "Was wir schon immer nicht wissen wollten":

Wie mutig

Habe den Jutebeutel der Bundesregierung, wo gedruckt draufsteht: "Auf den Inhalt kommt es an." mit meiner Schmutzwäsche befüllt. 
Bundestagsbewerberin Julia Probst heute Morgen in Twitter



Montag, 18. Juni 2012

chronischLEBEN Comic
Nase oder nicht Nase - das ist die Frage

Ein Dresdener Neurologe schlägt zurzeit Wellen mit der Theorie, Morbus Parkinson entstehe gar nicht im Gehirn, sondern - in der Nase.
Hier die Antwort:

Das erste chronischLEBEN-Comic geht immer der Nase lang:





Hier die reine Comic-Version:




jos


Hier geht's zum ursprünglichen chronischLEBEN-Bericht und Kommentar zum Thema

Donnerstag, 17. Mai 2012

Heute in FOKUS online "gefunden"
Soll Norberts Charakterkopf rollen?
Bisher sprechen sich 41 Prozent für die Hinrichtung aus



Zwei Berliner Kunststudenten lassen provokativ im Internet darüber abstimmen, ob "Norbert"seinen Charakterkopf unter der Guillotine verlieren soll oder nicht. 

Am heutigen Himmelfahrtstag (!) endet die spektakuläre Abstimmung im Internet, die über Leben und Tod von  „Norbert“ entscheidet. Die Meisterstudenten der Berliner Universität der Künste rufen seit Wochen dazu auf, für oder gegen Norberts Hinrichtung abzustimmen. Ein Youtube-Video zeigt die kunterbunte Guillotine, die „Norbert“ möglicherweise den Kopf kosten könnte. Bis Mittwoch hatten bereits 4,2 Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben. Etwa 59 Prozent sprachen sich gegen die Hinrichtung von Norbert aus, immerhin 41 Prozent dafür. Am Freitag wollen die Künstler das Ergebnis verkünden. Sie wollen mit ihrer makabren Aktion die Demokratie auf die Probe stellen und an die Bedeutung demokratischer Entscheidungen erinnern. Acht Strafanzeigen waren bereits Anfang der Woche bei der Berliner Justiz eingegangen....

Redaktionelle Anmerkung: Im FOKUS-Original ist tatsächlich von "Norbert" die Rede. Aber bei dem Original-"Norbert" des umstrittenen Kunst-Events handelt es sich um ein Schaf (eines auf VIER Beinen)

jos

Freitag, 23. März 2012

Der finale Kick fürs Biker-Ende
Im heißen Ofen auf die letzte Fahrt

Sicher - und demnächst mit Rückwärtsgang im Harley-Sarg-Beiwagen auf die letzte Fahrt
Quelle. Screenshot www.jg-motorradbestattungen.de
Echte Easy Rider müssen jetzt nicht mehr im traditionellen Leichenwagen den letzten Weg antreten. Fast stilecht können sie sich jetzt mit einem echt "heißen Ofen" zu ihrer finalen Ruhestätte transportieren lassen - inklusive einer letzten Ehrenrunde über ihre Lieblings-Bikerstrecke. Ein hessisches Bestattungsunternehmen lässt diesen letzten Wunsch passionierter Motorradfahrer Wirklichkeit werden. Kleine Einschränkung: Der Sarg wird nicht auf zwei, sonder auf drei Rädern zum offenen Grab gefahren - im Beiwagen.

Angeboten wird das finale Easy Rider-Feeling im umgebauten Beiwagen einer Kawasaki bundesweit von Jörg Grossmann aus Usingen. Der Biker kam auf die ungewöhnliche Geschäftsidee, als er in der USA an einer Bestattung teilnahm, zu der hunderte Trauergäste mit ihren Kultmaschinen der Marke Harley Davidson gekommen waren. Das, so Grossmann, habe ihn tief emotionsl gerührt. Er recherchierte und fand in Großbritannien ein Unternehmen, das Motorrad-Bestattungen anbot.

All inclusive-Service - sogar mit ""letzter kleiner Fahrt durch die Region"
"Wenn ich zu Lebzeiten jede Fahrt mit dem Motorrad erledigt habe, warum nicht auch die letzte?", fragte sich Grossmann - und gründete die Firma "JG-Motorradbestattungen - für eine würdevolle letzte Fahrt".

Ein Sozialbegräbnis ist die last tour nicht: Inklusive A- und Abtransport von Motorrad und Spezial-Beiwagen sowie der Fahrten mit dem Verblichenen kostet der letzte "Spaß" rund 1.200 EURO - zusätzlich zu den sonstigen Bestattungskosten.

Eins hatte der makaber-pfiffige Bestatter zunächst nicht bedacht: Kunden, die zu Lebzeiten am liebsten auf ihrer Harley über die legendäre Route 66 gerollt sind, hätten sich wohl im Sarg umgedreht, wenn sie mit einem japanischen "Yoghurtbecher", auf dem sie lebendig nie Platz genommen hätten, auf ihren Weg in den Biker-Himmel transportiert worden wären. Da würden echte Kult-Biker danndich wohl eher einen ganz normalem vierrädrigen Leichenwagen vorziehen - wie wä's mit einem Cadillac? Der Biker-Betatter hat nachgerüstet. Zusätzlich zur Kawasaki sind mittlerweile auch Original-Harleys im pietätsvollen Einsatz - demnächst sogar eine mit Rückwärtsgang.

jos

Mittwoch, 21. März 2012

Kölner Medizin-Forscher auf der Spur der Sturzgefahren
Gezielt trainieren - aber: Nix Genaues weiß man nicht

Wissenschaftler wollen immer alles ganz genau wissen. Und wenn diese Wissenschaftler dann auch noch quasi amtlich forschen - dann darf man sich gewiss auf das Ergebnis ihrer Studien verlassen. Verlassen ist allerdings, wer einer hoffnungsfrohen Schlagzeile im heutigen Deutschen Ärzteblatt vertraute: "Was gegen Stürze im Alter hilft" hieß es da. Und die Quelle des Fachblattes verhieß erst recht Glaubwürdiges: Antworten auf die Sturz-Frage, die nicht nur alte Menschen, sondern allgemein viele chronisch Kranke interessiert gab nämlich das Deutsche Institut für Medizinische Information und Dokumentation (DIMDI).

Dieses Institut mit Sitz in Köln ist immerhin eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für Gesundheit. Zu seinen Aufgaben gehört es, der fachlich interessierten Öffentlichkeit aktuelle Informationen aus dem gesamten Gebiet der Medizin einfach und schnell zugänglich zu machen.

Das haben die Kölner Wissenschaftlerauch in der Frage nach Abhilfe gegen die Stürze getan. Sie bewerteten in mühseliger Kleinarbeit Verfahren und Technologien (Health Technology Assessment, HTA) gegen Stürze bei alten Menschen. - und kamen zu verblüffenden Ergebnissen:

Ein gezieltes Training kann danach das Sturzrisiko vermindern, ebenso eine altersgerecht angepasste Wohnung. Wer hätte das gedacht? Die quasi-amtlichen Forscher des DIMDI sind aber vorsichtig: Die  Autoren weisxen vorsorglich darauf hin "dass die Qualität der Studien aber sehr stark variiert, so dass sie darauf verzichten, einzelne Verfahren klar zu empfehlen."

Die Forscher gaben aber nicht so schnell auf. Sie forschten weiter - und fanden heraus: Neben Einzelmaßnahmen gibt es auch komplexe Programme zur Sturzprophylaxe. Inwieweit solche Programme dazu beitragen, Stürze und Verletzungen zu vermeiden, sei nach aktuellem Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse laut den DIMDI-Autoren aber unklar.

Das gelte sowohl für die ambulante Versorgung als auch für Einrichtungen der Langzeitversorgung. „Die Effekte solcher komplexen Programme scheinen stark von verschiedenen Rahmenbedingungen abzuhängen, die es noch besser zu verstehen gilt“, so die Autoren des HTA-Berichtes.

Wie sagt doch gleich der Volksmund? Nix Genaues weiß man nich'.

Wie viele hoch qualifiziert (und hoffentlich hoch bezahlte) Wissenschaftler an dieser erhellenden Studie beteiligt waren, war dem Bericht des Deutschen Ärzteblattes leider nicht zu entnehmen.

jos


Dienstag, 13. März 2012

chronischLEBEN-Realsatire
Mit Ehrenamt in den Schiet - das geht schon mal gar nicht

Waldi machte Werbung für die Braunschweiger
Kottüten - übrigens "ehrenamtlich"

Foto: Norbert Maas
Alle Jahre wieder füllen sich die Leserbriefspalten der Lokalblättchen pünktlich zum Frühlingsbeginn mit empörten Klagen über ausgesprochen eklige und unhygienische "Tretminen" - Hundekothaufen auf den Gehwegen. Der ewige Kleinkrieg zwischen rücksichtslosen Hundehaltern, die sich weigern, die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde zu beseitigen, und hundelosen Fußgängern, die bei aller Tierfreundschaft nicht begeistert über den Schiet auf dem Trottoir sind, wird wohl nie enden.

Heute allerdings gab es eine neue Variante. Hier der Auszug aus einem Leserbrief, den die Braunschweiger Zeitung veröffentlichte:

"Jetzt ist passuert, was nicht passieren sollte: Eine unserer Mitbürgerinnen ist auf so einer Hinterlassenschaft ausgerutscht und hat sich den Fuß gebrochen. Es kann doch nicht wirklich wahr sein, dass eine engagierte Mitbürgerin, die ehrenamtliche Tätigkeiten ausführt zum Wohlbefinden der Allgemeinheit, jetzt buchstäblich für sechs Wochen auf Eis gelegt wurde. "

Hmmm, wer ein Ehrenamt - mit oder ohne Ehrensold - inne hat, hat also Sonderrechte auf seinen Wegen? Mit Ehrenamt auf dem Hundeschiet ausrutschen - das geht ja mal gar nicht. Sollen doch gefälligst die ehrlosen Normalos in die Haufen treten ...

Mein Vorschlag: Wie wäre es mit - natürlich ehrenamtlichen - Helfern, die mit Schäufelchen vor den wirklich wichtigen Ehrenamtlern hergehen und den Schiet weg schubsen? Möglicherweise landen die Häufchen dann zwar unter den Schuhen des gemeinen ehrenamtslosen Fußvolkes - aber was solls: Shit happens.

jos

Sonntag, 11. März 2012

Eine never ending Story
Wenn die Zeit Ohren lang zieht ...

“Ich zieh dir die Ohren lang” – das war in den Kindertagen des Autors nicht nur ein dümmlicher Spruch, sondern körperverletzendr pädagogische Alltagsroutine. Aber auch heute werden unsere Ohren noch lang gezogen – politisch absolut korrekt und biologisch normal. Es ist die Zeit, die an unseren Lauschern zerrt: Erst in der Kindheit, und dann wieder im Alter.

Plastische Chirurgen aus Neapel haben 1.480 Ohrmuscheln der Länge und Breite nach vermessen. Bei den Menschen beiderlei Geschlechts zwischen den vermessenen Ohren handelte es sich um Süditaliener im Alter zwischen 15 und über 75 Jahren.

Das Ergebnis überrascht nicht weiter: Männerohren sind danach deutlich länger und breiter als die äußeren Hörorgane der holden Weiblichkeit. Im allgemeinen gilt: Je größer der Mensch, desto größer die Ohren. So gesehen unterscheiden sich übigens Menschen und Elefanten kaum: Auch bei denen haben die afrikanischen Riesen viel größere Lauscher als ihre zierlicheren asiarischen Vettern

Zurück zu den Menschen: Während der übrige Körper nach der Pubertät aufhört zu wachsen ind bei vielen Zweibeinern dank verschleißender Bandscheiben die Gesamtkörperlänge im Alter sogar schrumpft, wachsen die Ohren munter weiter – auch im fortgeschrittenen Alter, und zwar sowohl in der Länge als auch in der Breite

Selbst bei über 75-Jährigen war nach den Ergebnissen der italienischen Studie das Ohrenwachstum noch nicht beendet.

In Zahlen: Männer zwischen 15 und 30 Jahren hatten durchschnittliche Ohrlängen und -breiten von 64,6 mm und 32,5 mm, Männer über 75 kamen auf 76,9 mm und 37,6 mm.

Die entsprechenden Zahlen für Frauen: 61,4 mm und 29,3 mm sowie 71,1 mm und 33,6 mm.

Am Längenwachstum im Alter ist der Studie zufolge übrigens nicht nur das Ohrläppchen schuld: Auch der Knorpelanteil des Ohres vergrößerte sich mit den Jahren.
jos

Mittwoch, 29. Februar 2012

Die Herzattacke im Heart Attack Grill
"Triple Bypass Burger" - da hilft wohl nur ein Bypass

Quelle: Website Heart Attack Grill
Bei Risiken und Herzattacken hilft auch ein echter "Bypass Burger" nicht wirklich weiter. Diese betrübliche, eigentlich aber binsenweise Erfahrung musste ein US-Amerikaner machen, der hungrig und voller Vertrauen das Fastfood-Restaurant "Heart Attack Grill" in Las Vegas aufsuchte. Er brach genau dort mit Verdacht auf Herzinfarkt zusammen.

Der "Heart Attack Grill" trägt seinen mehrdeutigen Namen zu Recht: Berühmt ist der Schnell- und Fettimbiss nicht nur wegen seiner Bypass Burger: Die ersetzen den Burger übrigens nicht etwa, sondern machen ihn mit einiger Wahrscheinlichkeit nötig - bei Kalorien-Stapeln bis zu 8.000 Kcal. Darauf weisen übrigens Warnschilder im Restaurant hin.

Einem Gast war das wohl völlig egal: Er bestellte keck den "Triple Bypass Burger", biss herzhaft zu - und brach zusammen. Da er über Schmerzen in der Brust klagte, wurde er ins Krankenhaus eingeliefert. Ob ihm dort ein Bypass gelegt werden musste, ist nicht bekannt. Die ungerührt weiter mampfenden Gäste hielten den Vorfall offenbar für einen etwas makaber inszenierten Scherz - vor allem, weil zunächst eine sexy als Krankenschwester verkleidete Kellnerin Erste Hilfe leistete.
jos

Dienstag, 28. Februar 2012

Als wär's ein Spruch von Bahr
Gesundheitsminister empfiehlt "App statt Arzt"

Wozu zum teuren Psychiater? Es gibt doch

die iChouch-App für 1,59 EURO
Käme die Meldung nicht nachweislich aus Großbritannien, könnte man meinen, ein gewisser Daniel Bahr hätte mal wieder erbarmungslos zugeschlagen: sein britischer Kollege, Gesundheitsminister Andrew Lansley hat Hausärzte aufgefordert, ihren Patienten statt Medikamente zu verschreiben "öfter Smartphone Apps zu empfehlen". Das Motto: "Weniger Sprechstunden, mehr Smart Apps!"

Das Gesundheitsministerium veröffentlichte kürzlich eine Liste mit rund 500 Apps, die Patienten nutzen sollten. Sie geben Tipps für den Umgang mit unterschiedlichsten Krankheiten: Diabetes, Fußpilz, Bluthochdruck, Stimmungsschwankungen, um nur einige zu nennen.

Wenn gar nichts mehr hilft ...

... gibt's noch die App mit den

"healing psalms" 
Lansley: "Viele Patienten benutzen ihre Smartphone Apps, um sich über Zugfahrpläne oder Öffnungszeiten zu informieren. Es ist höchste Zeit, dass sich unsere Hausärzte die neue Technologie zu nutze machen."

Der konservative Politiker Lansley ist übrigens nachweislich kein Schotte, sondern gebürtiger Engländer. Der 55jährige ist dennoch für seinen Spareifer bekannt. Seinen goldenen Spar-Tipp, den Arzt mitsamt seiner Fachkunde öfter mal links liegen zu lassen und bei Diabetes, Depression und Demenz lieber zu iPod, Tablet und Smartphone zu greifen, begründet der Minister seiner Königlichen Highness damit, dass "viele Apps umsonst" erhältlich seien, während die Rezeptgebühr bei zehn Euro pro Verschreibung liege.

Tatsächlich soll auch die greise Queen in letzter Zeit öfter mal mit einem iPhone gesehen worden sein. Ob ihr Leibarzt ihr zur Hand ging und dis smarten Apps erklärte, ist nicht bekannt.

jos

Sonntag, 26. Februar 2012

Patentgericht-Watschn für Pharmazie-Versender:
"Herz und Versand" reicht nicht für Markenschutz

Grafik: Norbert Maas
Offensichtlich mit Herz bei der Sache, weniger mit Verstand sind Mitarbeiter einer Versandapotheke, die ihren wortverspielten, aber wenig intelligenten Slogan "Mit Herz und Versand" als Marke eintragen lassen wollte. Das Bundespatentgericht in München lehnte den Markeneintrag jedenfalls ab.

Trotz des Wortspiels (Versand statt Verstand) hebe der Slogan die antragstellende Apotheke nicht ausreichend von Wettbewerbern ab, heißt es in einem Beschluss der Richter. Der Werbespruch sei deshalb nicht schutzfähig.

Der Slogan verweise lediglich "auf eine auf den Versand spezialisierte Apotheke, deren Mitarbeiter mit Herz bei der Arbeit seien".

Die herzige Versandapotheke war übrigens zuvor bereits beim Münchener Markenamt mit der versuchten Marken-Anmeldung gescheitert: Die pharmazeutischen Versender kassierten die amtliche Bescheinigung, ihr Slogan sei "in keiner Weise ungewöhnlich oder fantasievoll".

jos

Montag, 20. Februar 2012

chronischLEBEN - corporate identity
Das deutsche Volk als unheilbar chronische Nation

Allenthalben wird in Foren verzweifelt -  bislang vegeblich - nach der Identität derselben gesucht.  Und wenn die nicht gefunden wird, muss zumindest eine corporate identity her. Nach dem Motto: Wir wissen zwar nicht, was wir eigentlich sind - aber das verkünden wir der Welt unübersehbar, einprägsam  und unverwechselbar.

Da will chronischLEBEN natürlich nicht zurückstehen. Weil dem Herausgeber mal wieder nichts Eigenes einfiel, klaute er sich eiskalt eine passende corporate identity. Fündig wurde er bei dem großen deutschen Lichtspiel-Künstler Bernhard-Victor Christoph Carl von Bülow .

Der schilderte in seinem Opus Ödipussi bereits 1988 unbewusst, aber fast hellseherisch das, was chronischLEBEN ausmacht (ich zitiere aus dem leicht lädierten Gedächtnis; nicht auszuschließen, dass mir dabei leichte Ungenauigkeiten unterlaufen:

"Wir sind uns wohl darüber einig, dass wir mit den Begriffen Frau, Umwelt und chronischem Karneval drei ganz heisse Eisen angefasst haben..."
Von dieser Grundidee war es dann nicht mehr weit bis zum Exposé der corporate identity:

"Die Ablösung des Mannes bei gleichzeitiger Aktivierung der Frau unter Einbeziehung der Feuchtbiotope in das deutsche Volk als unheilbar chronische Nation."
Als Signet, dass all das symbolisiert, blieb dann fast zwangsläufig die einprägsame Kugel in symbolhafter blutroter Farbgebung, die sowohl als graphisches Element als auch als tragbares Bekenntnis zum Blog chronischLEBEN vielseitig verwendbar ist (siehe Bild).

jos

Mittwoch, 8. Februar 2012

Zum Geburtstag von Manfred Krug (75)
Mannes Chroniker-Witz: "Hast du 'ne Ahnung ..."

Manfred Krug 1971

Quelle: Deutsches Bundesarchiv / Bearbeitung: Norbert Maas
Manfred Krug, der heute 75 Jahre alt wird, erzählt seinen Lieblingswitz - nicht nur für Chroniker:

Sagt der Pessimist:
"Es könnte nicht schlimmer kommen" 
Sagt der Optimist:
"Hast du 'ne Ahnung"